Beetpflanzen

Unkraut auf Gehweg entfernen - mit Salz?

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Salz hilft gegen Unkraut

Gartenfreunde oder Grundstückbesitzer werden jedes Jahr von dem gleichen Unkraut (oder besser gesagt Wildkraut) geärgert. Unkraut auf dem Gehweg ist besonders schwer zu entfernen, da man nur wenig Freiraum zwischen den Fugen hat. Es gibt jedoch einfache Hausmittel, die hier schon weiterhelfen können.

Vielfach eingesetzt und praktisch immer verfügbar ist Salz. Doch was hat es mit diesem Hausmittel auf sich? Wir erklären, wie Salz als Unkrautvernichter wirkt, aber auch, welche Risiken damit einhergehen.

Mit Salz gegen Unkraut - so funktioniert's

Wenn Sie dem Unkraut vor Ihrem Haus mit Salz zu Leibe rücken möchten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Legen Sie eine Salzlösung aus Wasser an, bei der der Salzgehalt etwa zehn Prozent beträgt
  2. Danach geben Sie die Lösung auf die betroffenen Stellen auf dem Gehweg
Das gelöste Salz wird dann umgehend von den Pflanzen aufgenommen. Es entzieht der Pflanze die Flüssigkeit und somit hat sie keine Chance mehr zu wachsen. Ebenso werden die Wurzeln durch die Salzlösung komplett zerstört, sodass ein neues Austreiben des Unkrauts nicht möglich ist.

Der Gehbereich im Garten bleibt frei von Unkraut und sieht zudem sehr gepflegt aus. Die Salzlösung kann selbst in die kleinsten Spalten der Gehwegplatten gestreut werden, ohne diese zu beschädigen.

Es gibt aber auch Risiken, die mit dem Salz-Einsatz einhergehen. Nachfolgend stellen wir diese dar und zeigen einige Alternativen auf.

Salz als Unkrautvernichter: Wirksam, aber nicht empfehlenswert

Ja, die Salzlösung wirkt, das ist unbestritten. Trotzdem raten Experten und auch wir Autoren von Gartentipps.com, von Salz ab. Das Salz dringt in den Boden ein und verändert die Bedingungen in der Erde und im Grundwasser. Dazu kommt: Offiziell fällt Salz unter die verbotenen Mittel. Das Pflanzenschutzgesetz regelt in § 6, welche Mittel erlaubt und verboten sind. Für Haus- und Gartenbesitzer gilt, dass auf allen Freiflächen, die nicht gärtnerisch genutzt werden, Pflanzenschutzmittel nicht erlaubt sind. Das betrifft alle Wege und Plätze rund um das Haus. Salz und andere Hausmittel, zum Beispiel Essig, fallen ebenfalls unter das Verbot. Es können sogar hohe Geldbußen fällig werden.

Alternativen zu Salz als Unkrautvernichter

Was hilft, wenn zwischen den Pflasterfugen und am Wegesrand Unkraut sprießt, Sie aber auf das schädliche Salz verzichten möchten? Jäten ist eine mühsame Arbeit, außerdem entfernen Sie damit Unkraut nicht dauerhaft, die Wurzeln sitzen oft sehr tief und lassen sich nur schwer herausziehen.

» Unkraut zwischen Steinplatten entfernen - 6 effektive Tipps

Völlig unschädlich für Boden und Grundwasser ist möglichst heißes, am besten kochendes Wasser. Damit zerstören Sie die Wurzeln der Pflanzen vollständig. Die diversen Unkräuter gehen ein und können komplett aus dem Boden entfernt werden. Gießen Sie das heiße Wasser einfach auf das Unkraut. Anschließend gut trocknen lassen, dann die Pflanzen herausziehen.

Ebenso gut funktioniert das Abflämmen. Die sogenannte „thermische Unkrautvernichtung“ machen Sie mit einem Flammenwerfer, auch Unkrautbrenner genannt. Das Abflämmen zerstört Pflanzen und Wurzeln nachhaltig, sodass Sie auf lange Zeit unkrautfreie Wege und Sitzplätze haben.

Fazit: Salz ist auch nicht besser als Chemie

Wer auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten möchte, wählt besser eine andere Alternative als Salz. Zwar ist das Hausmittel wirksam, es birgt aber auch Risiken für die Umwelt in sich. Zudem ist der Salz-Einsatz offiziell sogar verboten. Setzen Sie deshalb lieber auf heißes Wasser als Hausmittel. Wenn Ihnen das zu mühsam erscheint und Sie Unkraut auf größeren Flächen bekämpfen wollen, ist Abflämmen die beste Methode.

Größere Pflasterfugen können Sie auch ganz wunderbar bepflanzen und so auf natürliche Art und Weise Wildkräuter verdrängen.

Video: Unkrautvernichter selber herstellen Essig & Salz erlaubt? Warum ihr es lassen solltet Alternativen (August 2020).

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